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31.07.2016

Roya auf Reisen: Skulptur für Deutsche Botschaft auf Jamaika

Roya 24 aus indischem Tabacco Sandstein

Roya 24 aus indischem Tabacco Sandstein

Eine Skulptur aus der exklusiven Roya-Serie von Rainer Scheer ist gerade auf dem Weg nach Jamaika, um dort in der Deutschen Botschaft in Kingston aufgestellt zu werden.

Die Anfrage kam vom Architekturbüro de Winder aus Berlin, das unter anderem für das Auswärtige Amt Vorschläge für die Ausstattung der deutschen Vertretungen in aller Welt erarbeitet. Zunächst war angedacht, eine Skulptur aus Holz anzukaufen. Der Vorschlag Scheers, statt dessen einen Stein zu verwenden, der fast wie Holz aussieht, fand jedoch Anklang. Der Auftrag wurde schließlich vom Auswärtigen Amt in Berlin erteilt.

So kam es, daß der Bildhauer die Skulptur aus einem chinesischen Sandstein fertigen konnte, der als Tabacco Stone in Deutschland gehandelt wird. Die Skulptur sollte über einem weißen Sockel "schweben". Daher ließ Scheer einen passenden Sockel aus MDF (mitteldichte Faserplatte) anfertigen und lackieren. Die Löcher für die Aufnahmebolzen wurden gleich mit gebohrt. Die besondere Schwierigkeit bestand darin, auch in die fertige Skulptur entsprechende Löcher zu bekommen. Sie mussten nicht nur in exakt den richtigen Abstand haben, sondern sowohl genau senkrecht als auch genau parallel sein, damit die Bolzen weit genug in den Stein hineinragen um die auftretenden Spannungen aufzunehmen. Andernfalls bestände die Möglichkeit, dass der Stein an einem oder gar beiden Löchern ausbricht. Frei schwebend an einem Kran aufgehängt zu bohren war eine recht knifflige Sache, die jedoch schließlich zufriedenstellend funktioniert hat.

Roya 24 ist übrigens bereits die zweite Skulptur, die Rainer Scheer an eine Deutsche Botschaft ausliefern konnte. Die Erste steht in Athen und ist aus griechischem Artemis Marmor gefertigt.

Link:

deWinder Architekten
Auswärtiges Amt
Lieferant des Materials: Winzer Natursteine
Lieferant des Sockels: Gerald Bertkau